Ultranet-Ausbau: Nicht gegen die Bürger!

Die FDP-Bundestagsabgeordnete aus dem Main-Taunus-Kreis Bettina Stark-Watzinger traf sich vergangene Woche mit Unternehmensvertretern der für das „Ultranet“-Projekt zuständigen Amprion GmbH. Bei dem Projekt handelt es sich um eine ca. 340 km lange Gleichstromleitung zwischen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, für deren Umsetzung im Bereich der Stadt Eppstein die bestehenden Wechselstrommasten aufgerüstet werden sollen. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Form von Windkraftwerken im Norden Deutschlands und die Abschaltung der Kernkraftwerke ergibt sich ein Defizit in den Versorgungszentren im Süden, der den Ausbau der Stromtrassen notwendig macht.

„Es ist auch im Interesse der Betreiber, die betroffenen Bürger im weiteren Verfahren intensiv mitzunehmen. Die geäußerten Bedenken der Betroffenen zum Netzausbau kann ich gut nachvollziehen. Der Ultranet-Ausbau darf nicht gegen die Bürger geschehen“, so Stark-Watzinger, und führt weiter aus: „Wir Freien Demokraten stehen für einen wirtschaftlich tragfähigen Netzausbau, der dem Interesse an hoher Versorgungssicherheit und niedrigen Strompreisen dienen muss. Hierfür ist es auch notwendig, Transportmöglichkeiten zu schaffen und auszubauen. Zwingend erforderlich ist jedoch, dass eine Gesundheitsgefährung betroffener Anwohner ausgeschlossen werden kann.“

Bei dem Treffen von Bettina Stark-Watzinger und den Vertretern der Amprion GmbH wurde insbesondere eine Trassenverlegung aus dem Wohngebiet in Bremthal diskutiert und hierbei die Umgebungssituation und hieraus erwachsende Problemstellungen beleuchtet. Auch die Verlegung von Erdkabeln wurde als Möglichkeit besprochen. „Trotz diverser Hindernisse sollte man diese Möglichkeiten im derzeitigen Stadium nicht aus den Augen verlieren und ernsthaft prüfen. Die Vertreter der Stadt Eppstein haben genau richtig gehandelt, als sie bei der Bundesnetzagentur eine alternative Trassenführungen vorgeschlagen haben. Ich werde mich jedenfalls in enger Zusammenarbeit mit dem Eppsteiner FDP-Fraktionsvorsitzenden Marcel Wölfle für die Bürger und die Stadt Eppstein einsetzen, eine interessensgerechte Lösung zu finden“, so Stark-Watzinger abschließend. Thomas Uber


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