Die Jungen Liberalen (JuLis) Hessen beschäftigten sich auf ihrem 72. Landeskongress in Seligenstadt mit ihrer Vision für eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik.

 

Nicht ganz aktuell – trotzdem hochaktuell:

Junge Liberale Hessen fordern liberale Umweltoffensive; CO2-Emissionshandel statt CO2-Steuer

Turnusgemäß versammelten sich am vergangenen Wochenende (Anmerkung Redaktion Mai 2019)  rund 150 Jungliberale zu ihrem Landeskongress im Bürgerhaus Froschhausen in Seligenstadt. Dort standen insbesondere programmatische Debatten, Nachwahlen zum Landesvorstand sowie Diskussionen mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten im Fokus.

In ihrem nahezu einstimmig beschlossenen Leitantrag fordern die Jungen Liberalen (JuLis) Hessen eine liberale Umweltoffensive und entwickelten dafür ihre Vision einer nachhaltigen Klima- und Umweltpolitik.

„Der CO2-Zertifikate-Handel ist unsere Antwort auf die Debatte um eine C02-Steuer. Anstatt durch eine Kohlendioxidsteuer Menschen mit geringen Einkommen noch höhere Kosten aufzubürden, setzen wir auf moderne Technologien. Durch den Emissionshandel wird dort CO2 eingespart, wo es am effektivsten ist und nicht dort, wo es die höchsten Subventionen gibt“, so der Landesvorsitzende Lucas SCHWALBACH.

Die Jungen Liberalen fordern, den europäischen Emissionshandel in ein internationales System einzubetten. Hierbei sollen die Treibhausgasemissionen des gesamten Herstellungsprozesses berücksichtigt werden und durch Kauf von Verschmutzungsrechten ausgeglichen werden. Auch sprechen sich die Jungen Liberalen in diesem Zusammenhang gegen eine Marktstabilitätsreserve aus, die nicht genutzte Zertifikate für einen späteren Zeitpunkt speichert und fordern stattdessen deren Löschung.

Darüber hinaus setzen sich die Jungen Liberalen für die Schaffung eines echten Energiebinnenmarktes in der EU ein. Nur durch Kooperationen aller Mitgliedsstaaten gelingt es, eine effektive und flächendeckende sowie klimaneutrale Energieversorgung sicherzustellen“, so der Landesvorsitzende.

„Umwelt- und Klimapolitik ist für uns Junge Liberale eines der wichtigsten Politikfelder des 21. Jahrhunderts. Daher wollen wir die Debatte im Umfeld der Fridays-for-Future-Bewegung nutzen, um über den Einsatz der effizientesten Mechanismen zur Treibhausgasreduktion zu diskutieren.“, so SCHWALBACH abschließend.

Zu Nachfolgern der stellvertretenden Landesvorsitzenden für Finanzen und Organisation, Christoph Hartel (Waldeck-Frankenberg) und Christian Kuschel (Kassel), welche zum Landeskongress ihre Ämter niedergelegt hatten, wurden die bisherigen Beisitzer Georg Landwehrmann (Bergstraße) und Sophia Enders (Wiesbaden) gewählt. Als Beisitzer nachgewählt wurden Lara Hartmann (Waldeck-Frankenberg) und Calvin Nixon (Offenbach).

 


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