Beigeordneter Dieter Schütz stellt sein Tätigkeitsfeld im Landeswohlfahrtsverband vor

Bei der gestrigen Kreisvorstandssitzung der FDP Main-Taunus stellte uns der Beigeordnete Dieter Schütz  sein Tätigkeitsfeld im Landeswohlfahrtsverband Hessen vor.

Landeswohlfahrtsverbände bestehen in den Bundesländern Hessen (Landeswohlfahrtsverband Hessen) und Sachsen (Kommunaler Sozialverband Sachsen).

Es handelt sich dabei um Verbände, die jeweils von den Landkreisen und Städten des Bundeslandes getragen und finanziert werden. Sie nehmen Aufgaben der Sozial- und Behindertenhilfe wahr, insbesondere die Funktion des überörtlichen Trägers der Sozialhilfe.

Wurden in den zurückliegenden Jahrhunderten Kranke und Bedürftige in Klöstern und kirchlichen Einrichtungen gepflegt, gingen diese Stätten der Pfelge und des Heilens im Rahmen der Sekularisierung zu den Zeiten Napoleons im jetzigen Deutschland in staatliche Einrichtungen über, nach dem 2. Weltkrieg wurde der LWV gegründet.

Der LWV unterstützt mehr als 58.000 behinderte Menschen in Hessen. Er finanziert Angebote für körperlich, geistig und psychisch behinderte Menschen und unterstützt Einrichtungen für wohnungslose Männer und Frauen. Der Verband  ist zugleich Träger von 14 überregionalen Förderschulen mit mehr als 1800 Kindern und Partner für über 100.000 berufstätige schwerbehinderte Menschen und deren Arbeitgeber.

Der LWV Hessen will erreichen, dass behinderte Menschen so selbstständig wie möglich gleichberechtigt in der Gesellschaft leben und dass behinderte Menschen ihren Alltag gemeinsam mit nichtbehinderten Menschen im eigenen Lebensumfeld gestalten können.

Er zählt über 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Standorten in Hessen. Das Haushaltsvolumen beträgt erstaunliche 2,044 Milliarden Euro, wobei hiervon 1,376 Milliarden Euro aus der Verbandsumlage der Landkreise und kreisfreien Städte kommen, 227 Millionen Euro werden refinanziert durch Kostenbeteiligung der behinderten Menschen, deren Angehörige sowie anderer Sozialleistungsträger. 441 Millionen Euro werden eingenommen aus dem kommunalen Finanzausgleich, Zuweisungen des Bundes und des Landes sowie der Ausgleichsabgabe hessischer Unternehmen. Im Main-Taunus-Kreis stieg die Anzahl der Leistungsberechtigten in 2006 von 1245 auf voraussichtlich  1527 in 2018.

Das Unternehmen Vitos mit rund 10.000 Beschäftigten als Tochter des LWV betreibt mehrere Kliniken als größter hessischer Anbieter für die Behandlung psychisch kranker Menschen. Insgesamt ist der Landeswohlfahrtverband eine Organisation, die sich vorbildlich und mit sehr hohem Einsatz um die Schwächsten in unserer Gesellschaft kümmert.


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